Vor 1910 waren alle Schüler (Jungen und Mädchen) in der Mädchenschule untergebracht, die auf der jetzigen Rasenfläche des heutigen Schulhofs stand. Man konnte bis zur 8. Klasse in diese Schule gehen.
Klassen mit 50 Kindern aus verschiedenen Jahrgängen waren keine Seltenheit. Man saß auf engen, harten Holzbänken und durfte nur reden, wenn man gefragt wurde, Geschreiben wurde zuerst mit Griffeln und Schiefertafeln, später mit Feder und Tinte in ein Heft.
Wer störte, musste in die Ecke. Und wer noch mehr störte, bekam Schläge auf die Hände (mit einem Lineal aus Holz) oder einem Rohrstock auf den Popo.
Der Mittagstisch wurde damals von vielen Lehrkörpern in der Gaststätte Meyer eingenommen. Dora Meyer, Schülerin am Alten Postweg und Tochter der Familie Meyer, hat nie gepetzt, wenn mal ein Lehrer im Klubzimmer übernachtet hat, weil ihn seine bierschweren Beine nicht mehr nach Hause tragen wollten.
1910 wurde die "Schule Alter Postweg" als reine Knabenschule gegründet.
1914-1918 wurden während des I. Weltkrieges Kollegen eingezogen und einige kehrten nach dem Krieg nicht mehr aus dem Krieg zurück.
Zwischen 1920-1937 zogen viele Klassenverbände mit ihren Lehrern als "Wandervögel" auf große Fahrt. Viele kulturelle Aktivitäten (Theater, Weihnachtsfeiern, Schulentlassungen) lockten die Hastedter scharenweise in die Schule.
Aus der Zeit zwischen 1939 und 1945 fehlen sämtliche Konferenzprotokolle im Archiv. Schwer zu glauben, dass das ein Zufall ist. Bekannt ist, dass Lehrerinnen und Lehrer Bremen wegen der drohenden Bombenangriffe verließen. Auch Kinder kamen mit der Kinderlandverschickung nach Sachsen oder Österreich.
1944 brannte die Mädchenschule aus und wurde abgerissen. Auch die Knabenschule wurde durch Bombenangriffe stark beschädigt.
Nach dem Krieg wurde die Schule wieder in Stand gesetzt. Es entstand eine Grund- und Hauptschule, in der Jungen und Mädchen gemeinsam zur Schule gingen. Auf der Bühne in der Turnhalle wurde Theater gespielt, es gab Ausstellungen, Sportfeste, Klassenfahrten und einen Schulgarten.
1947 gab es diese Begebenheit: ein Schüler pinkelte aus dem Toilettenfenster auf den Schulhof. Er gab die Tat sofort zu und kam mit einer Ohrfeige davon. Heute geht das nicht mehr, denn die Toilettenfenster sind abgeschlossen. Und Ohrfeigen sind Gott sei Dank verboten.
1950 entstand mit Hilfe eines engagierten Elternvereins in Dünsen ein Schullandheim. An 24 Arbeitssonntagen und in 4300 Arbeitsstunden wurde gebaut, gehämmert, gestrichen, gesägt und eingerichtet. Vorher wurde dieses Haus als Militärbaracke genutzt.
1952 wurde ein Schulkindertagen eingerichtet, der später als Vorklasse in der ehemaligen Hausmeisterwohnungen neben der Turnhalle untergebracht wurde.
Im November 1961 bekam die mühselig in Dünsen eingerichtete Baracke ihre alte Nutzung zurück und die Bundeswehr zog wieder ein - vorbei war es mit dem Schullandheim.
Im Dezember 1967 beginnt das "Projekt Hepstedt".
Die Schulen Alter Postweg, Glockenstraße und Grolland erwerben gemeinsam ein 1,5ha großes Grundstück unweit der Gemeinde Hepstedt. Dem Bau eines neuen Schullandheimes steht nichts mehr im Wege. Mit Hilfe von Eltern, Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern entsteht eine Oase, die noch heute von vielen Klassen gerne genutzt wird.
1968 erfolgt die Angliederung der Schule Auf der Hohwisch an die Schule am Alten Postweg.
1973 wurde die letzte Hauptschulklasse nach 8 Jahren Schule entlassen. Es folgte eine reine Grundschule, aber mit Dependancen von Klasse 5 und 6 der Schule Schaumburger Straße und später (bis 1996) vom Schulzentrum Sebaldsbrück.
1975 wurde auf dem Schulgrundstück ein Pavillon für die Klassen 5 und 6 gebaut, der sogenannte "Neubau".
1985 findet der allererste Hastedter Tüddel statt. Er begleitet die Schule für die nächsten 30 Jahre als Schul- und Stadtteilfest.
Seit 1989 gibt es den Pinguin-Hort als AUßenstelle des KTH Hohwisch in den Räumen neben der Turnhalle.
1994 wird die Schule Auf der Hohwisch wieder selbstständig, die "Schulgeschichtliche Sammlung" entsteht.
1996 wird die Schule Alter Postweg 6jährige Grundschule, die Schülerinnen und Schüler können 6 Jahre bei uns bleiben und wechseln erst mit Beginn der 7. Klasse auf die weiterführende Schule.
1998 findet das erste Benefizwandern statt, inzwischen eine jährliche Institution bei Wind und Wetter.
2007 wird der Schulhof neu gestaltet. Dabei findet man auf dem Schulhof einen unterirdischen Bunker, der abgerissen werden muss. Die Sanierung des Schulhofs verzögert sich dadurch erheblich.
Seit 2008 werden T-Shirts mit Schullogos bedruckt und den Schülerinnen und Schülern zum Selbstkostenpreis angeboten. Lehrerinnen und Lehrer sind auch damit eingekleidet und sind damit bei Schulveranstaltungen an den schwarzen T-Shirts zu erkennen.
Im Schuljahr 2009/10 beherbergen wir insgesamt noch 11 Klassen. 10 davon am Alten Postweg und eine Klasse an der Schule Auf der Hohwisch, die wieder zu uns gehört. Die Schule auf der Hohwisch wird dann zur selbstständigen "Kinderschule".
2010 feiern wir das 100-jährige Bestehen unserer Schule.
Mit dem Schuljahr 2011/12 wird das Projekt "Sechsjährige Grundschule" zum großen Bedauern der Schule beendet. Wir sind wieder eine reine Grundschule mit 11 Klassen.
Ab dem Schuljahr 2016/17 sind wir interimsweise Inklusive Schule für Kinder mit dem Förderschwerpunkt W&E, bis in Bremen genug Plätze an barrierefreien Schulen zur Verfügung stehen. In zwei Schwerpunktklassen werden Kinder mit Beeinträchtigungen in den Bereichen "Wahrnehmung und Entwicklung" gemeinsam mit "Regelkindern" von 2 Lehrerinnen im Team unterrichtet. Zum Schuljahr 2021/22 geben wir den Förderschwerpunkt W&E an barrierefreie Schulen ab.
Ab 2020 wird im Rahmen zur Planung der Umgestaltung der Schule zur Ganztagstagsschule endlich eine Bestandsaufnahme der baulichen Gegebenheiten der Schule veranlasst, eine Maßnahme, die die Schule schon lange fordert. Dabei offenbaren sich gravierende Mängel in der Gebäudestruktur, was die Schulgemeinschaft nicht überrascht.
Im April/ Mai 2021 muss die Schule für kurze Zeit in ein leerstehendes Bürogebäude in der Stresemannstraße umziehen, damit die Statik im Schulgebäude wieder in Ordnung gebracht werden kann.
Im Juni 2021 steht fest, dass die Statik im Schulgebäude nur noch übergangsweise für den Schulbetrieb ausreicht und das eine Sanierung des Schulgebäudes teurer als ein Abriss und ein Neubau ist.
Zum Sommer 2022 zieht die Schule für die Dauer des Abrisses und des Neubaus in einen Interim am Hastedter Osterdeich. Für diesen Standort hat die Schule sehr gekämpft, damit sie nicht die nächsten Jahre in Containern neben der Großbaustelle am Alten Postweg ohne Turnhalle und nur mit minimalem Schulhof untergebracht ist.